Tourismusmanagement

Overtourism: Wenn zu viele Besucher ein Problem werden

Besucherströme lenken ohne dabei alle zu verärgern

10/12/2025
2 Min
Overtourism: Wenn zu viele Besucher ein Problem werden

Overtourism tritt auf, wenn mehr Besucher kommen als ein Ort verkraften kann. Venedig, Barcelona und Hallstatt kennen das Problem: verstopfte Gassen, steigende Mieten, genervte Einheimische. Der Begriff beschreibt den Kipppunkt, an dem Tourismus von Segen zur Last wird.

Verbote schaffen neue Schwierigkeiten

Viele Städte versuchten Zugangsbeschränkungen. Hallstatt begrenzte Busgruppen auf fünf pro Stunde. Reiseveranstalter wichen auf umliegende Dörfer aus, die plötzlich überfordert waren. Das Problem verschob sich nur. Eine Lösung für einen Ort schuf Belastung für den nächsten.

Umverteilung statt Verbot

Erfolgreichere Ansätze lenken Besucher um. Heidelberg entwickelte Routen abseits der Hauptstraße, bewarb weniger bekannte Sehenswürdigkeiten und staffelte Eintrittszeiten für das Schloss. Die Altstadt atmete auf, andere Viertel profitierten wirtschaftlich.

Ein sächsisches Städtchen lernte aus Fehlern. Zunächst wurden Touristenbusse verbannt, Geschäfte verloren Kundschaft. Dann kam ein Parkleitsystem mit Shuttlebussen. Besucher verteilten sich gleichmäßiger, Einzelhändler konnten planen. Diese Erfahrung zeigt: Pauschale Verbote helfen selten. Durchdachte Besucherlenkung mit lokaler Beteiligung bringt langfristig mehr. Der Prozess dauert Jahre und erfordert ständige Anpassungen.

Haben Sie einen Fehler bemerkt?

Helfen Sie uns, die Qualität zu verbessern. Teilen Sie uns mit, wenn etwas nicht stimmt.

Fehler melden